Willst du wissen, wer ich bin?

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Das sorbische Volkslied Willst du wissen, wer ich bin? bzw. Chceš ty wědźeć, što ja sym? wird im Mosaik - Gregorius Mättig und das Geheimnis der Unsterblichkeit gesungen.

Um die Eignung des jungen Johann Gottlob Kauly für seine Aufnahme ans Bautzener Gymnasium zu überprüfen, lässt Kantor und Musiklehrer Johann Samuel Petri ihn im Dom St. Petri das Volkslied singen. Der junge Kauly kennt sowohl den deutschen wie den sorbischen Text und singt so wohltönend, dass er diese Prüfung mit Bravour besteht.

[Bearbeiten] Text des Liedes

Das fröhlich-derbe Lied ist unter dem Titel Wólnosć/Uebermuth im Buch Volkslieder der Wenden in der Ober- und Nieder-Lausitz von 1841 enthalten. Dort lauten das sorbische Original und die deutsche Übertragung folgendermaßen:

Wólnosć

'Ceš ty wedžeć, stó ja sym?
Ja sym khudoh' hora syn,
Mam so myslje ženić.

Mi so lubi ryzy kóń,
Rjane holčo, swjetła bróń,
Hišće por pistolijow.

Na wójnu ja poćahnu,
Burej howzy wostaju,
Lubcy ćeńku košlu.

Uebermuth

Willst du wissen, wer ich bin?
Bin des armen Bauern Sohn,
Habe Lust zu freien.

Mir gefällt das muth'ge Pferd,
Schönes Mädchen, blankes Schwert,
Und ein Paar Pistolen.

In den Krieg hin werd' ich zieh'n,
Geb' dem Bauer die Hosen hin
Und dem Schatz das Hemde.

Die Schreibweise der sorbischen Version ist im MOSAIK offenkundig an die moderne sorbische Orthographie angepasst. Weitere Textzeilen außer der ersten sind hier zwar nicht zu hören, wohl aber sind die Noten für die zugehörigen ersten zwei Takte zu sehen.

[Bearbeiten] Das Lied Chceš ty wědźeć, što ja sym? wird in folgendem Heft gesungen

Mosaik - Gregorius Mättig und das Geheimnis der Unsterblichkeit
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