Mosaik von Hannes Hegen 118 - Hochzeitsvorbereitungen

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Stammdaten
Titelbild Erschienen September 1966
Nachdruck in Die Hochzeit in Byzanz
Reprintmappe X, TaschenMosaik 31
Umfang 24 Seiten
Panel 80 + Titelbild
Katalog 1.01.118
Serie Liste aller Digedags-Hefte
Hauptserie: Runkel-Serie
Kapitel: In Byzanz
Heft davor Die Ankunft der Kaiserbraut
Heft danach Hochzeit mit Irene

Inhaltsverzeichnis

[Bearbeiten] Comic

[Bearbeiten] Inhalt

Erzähler: Digedags in der dritten Person.
Der Kaiser im Bade – so beginnt der Tag für den Hofstaat des mächtigsten Mannes des byzantinischen Reiches. Der Gekrönte wird umsorgt von Badedienern mit kostbaren Duftessenzen und besungen vom Schmeichlerchor. Auch das neu vergoldete kaiserliche Lieblingskrokodil Mutawakkel und sein beamteter Hüter Ritter Runkel sowie die Hofastrologen Hokos und Pokos alias Dig und Dag sind zugegen. Dieser Morgen scheint jedoch nur düsteres Licht zu bringen, denn den Kaiser plagen Geldsorgen – oder genauer: seinen Kanzler, denn um Geld hat sich der Kaiser selbst noch nie gekümmert.
Der ohnehin schon gereizte Kaiser gerät vollends außer sich, als sich sein Badediener als absolut unkundig in Sachen Parfüm erweist. Wild herumfuchtelnd schlägt er dem Diener das Tablett mit den Badezusätzen aus der Hand, worauf die Flasche mit dem Wunderschaumbad aus Palmyra auf dem kaiserlichen Haupte zerschellt und sich in das Bad entleert. Für den ohnehin schon nach dem Wasser schielenden Mutawakkel ist das zuviel. Er reißt sich von Runkels Leine los und springt mit einem kühnen Satz in die Wanne. Das wiederum ist dem Kaiser zuviel! Er flüchtet, seine Blöße nur unzureichend mit Schaum bedeckend, aus der Wanne, beendet den Empfang und verkündet, dass alle Anwesenden, besonders Runkel, in Ungnade gefallen sind. Hokos und Pokos droht er sogar mit Enthauptung, falls ihre Prophezeiungen von Glück und Segen nach der Hochzeit nicht einträfen.
Flucht scheint die einzige Möglichkeit, und auch Runkel ist bereit; er will nur noch dem frechen Mutawakkel eine ordentliche Abreibung verpassen. Als die Digedags zum Friseur gehen wollen, um sich für die Flucht neu zu maskieren, überfällt sie ihr Amtsvorgänger Horos Kopos. Er will sie als Schwindler entlarven und ruft die Wachen herbei. Diese werden nun Zeugen des überwältigenden Sieges der Digedags im folgenden Wettstreit: Sie zeigen nicht nur, mit welch faulen Tricks Horos Kopos arbeitet, sondern warten selbst mit erstaunlichen Wundern auf – etwa dem auch unter Wasser leuchtenden Ei und einem ihrer Klassiker, dem aus der Nase hervorgezauberten Geld. Daraufhin scheuchen die Wachen Horos Kopos fort und erklären sich zu Leibwächtern der beiden "Hofzauberer". So ist eine Flucht natürlich nicht möglich!
Der zufällig gerade vorbeikommende Kanzler beauftragt die Digedags, die kaiserliche Hochzeit mit allen zugehörigen Zeremonien zu organisieren, selbstverständlich ohne Geld – wozu hat man Zauberer am Hofe. Begleitet von den treuen Wachen begeben sich die Digedags erst einmal zum kaiserlichen Wagenpark und den Ställen, die sich einschließlich der Pferde in erbärmlichem Zustand befinden. Das einzige Ross, das einigermaßen gut im Futter steht, ist ausgerechnet Türkenschreck, den Runkel mit Melonen füttert, die eigentlich für Mutawakkel gedacht sind.
Was tun? Der einzige Ausweg scheint zu sein, sich die Hochzeitsausstattung von den reichen Kaufleuten der Stadt zusammenzuborgen, und so gehen Dig und Dag – immer noch gut bewacht – auf einen der Märkte. Dort bietet sich ihnen ein prächtiges Bild – Kaufleute aus aller Herren Länder bieten ihre Ware feilhaben, Artisten zeigen ihre Kunststücke und sogar der Hypnositeur Illusionos bietet seine Dienste an. Eine passende Gelegenheit, die beiden Wachen loszuwerden, die sich nur zu gern in das Land der Träume versetzen lassen! Allerdings gaukelt Illusionos den beiden Hypnotisierten statt Ruhm und Siegeslorbeer zu ihrem großen Erschrecken die angreifenden Türken vor!
Dig und Dag versuchen, sich währenddessen aus dem Staube zu machen, doch gleich im nächsten Zelt treffen sie auf Horos Kopos, der nach dem Verlust seines Amtes in das Geschäft des Kartenlesens eingestiegen ist. Die Digedags flüchten. Nachdem sie vergeblich versucht haben, sich in den Körben des Schlangenbeschwörers zu verstecken, wollen sie mit dem Fahrzeug der Hochseilartisten entkommen. Doch der erstaunlich ausdauernde Horos Kopos folgt ihnen sogar auf die Säule und bringt dort mit einer seiner Tinkturen das Seil zum Zerreißen. Die Digedags landen glücklicherweise weich in einem Teppichhändler-Stand und werden von ihren inzwischen erwachten Begleitern empfangen, die Horos Kopos nun zum zweiten Mal an diesem Tage davonjagen.
Dig und Dag können jetzt endlich ihren Plan verwirklichen, und tatsächlich sind einige Händler bereit, die Hochzeit mit geliehenen Waren kostbar auszustatten. Wegen möglicher Folgen machen sich die Digedags keine Sorgen, denn unverhofft bietet ihnen ein Erfinder ein Gas an, so dass sie einen Ballon für ihre Flucht bauen können. Runkel will allerdings mit Türkenschreck fliehen, der Dienst als Krokodilwärter ist ihm inzwischen zu öde geworden. So verabreden sie einen Treffpunkt außerhalb der Stadt.
Am Abend dieses ereignisreichen Tages ist der als astrologischer Himmelsglobus getarnte Ballon fertig und die Digedags, Runkel und sogar Mutawakkel schlafen friedlich in ihren Betten bzw. davor. Vom Schnarchen Runkels und des Krokodils erwacht, bemerken die Digedags jedoch, wie sich jemand an ihrem Fluchtgefährt zu schaffen macht – der rachsüchtige Horos Kopos! Der Übeltäter möchte den prächtigen Himmelsglobus zerstören, löst dabei unabsichtlich die Halteseile des Ballons und entschwebt in die Vollmondnacht. Damit sind alle Hoffnungen auf Flucht zerstört und die Digedags sind nun wirklich schlecht dran – geht die Hochzeit schief, und danach sieht es aus, legt ihnen der Kaiser die Köpfe vor die Füße!

[Bearbeiten] Figuren

[Bearbeiten] Bemerkungen

  • Erwähnte Orte: Bulgarien, Palmyra, Ägypten, Ceylon, Marokko, Sieben Meere, Makkaronien, Arabien, Phönizien, Nirwana, Mond
  • Dig und Dag wollen sich von einem marokkanischen Friseur, der immer die tollsten Kaiserwitze erzählt, eine neue Maske zaubern lassen. Diese Idee können sie aber nicht in die Tat umsetzen.
  • Als Hokos und Pokos zeigen sie einige Zaubertricks, darunter Griechisches Feuer aus einem Ei.
  • Auf dem Markt in Konstantinopel verkündet ein Hochseilartist mit einem Schild: "5 Minuten Pause".
  • Weitere Begebenheiten auf dem Markt: Ein Säbelschlucker präsentiert sich, ein störrischer Esel will am Verkaufsstand einen Schuh fressen, ein Junge spielt mit einer weißen Maus.
  • Horos Kopos benutzt für seine Kartenlegerei einen Satz neuzeitliche Spielkarten mit modernem französischen Blatt.
  • Potz-Fluch: Potz Trumpf und Schwarzer Peter, so ein Reinfall! (Hokos und Pokos)
  • Runkel berichtet, dass er dem Krokodil Mutawakkel mit Mühe und Not nur sieben Kunsstücke beibringen konnte. Sein Pferd Türkenschreck kann dagegen siebenundsiebzig.

[Bearbeiten] Mitarbeiter

[Bearbeiten] Weitere Besonderheiten

  • Es gibt zwei Varianten der Normalauflage auf holzhaltigem Papier. Bei einem Teil der Hefte ist das Impressum auf der Rückseite unten blau gedruckt, bei den übrigen Heften schwarz.
  • Eine kleine Auflage des Heftes wurde auf holzfreiem Papier gedruckt, zeigt jedoch auf der Rückseite ein Österreich-Impressum. Außerdem zeigt bei diesen Heften das Nummernoval auf der Titelseite bereits eine große Heftnummer, wodurch die Angaben zum Ausgabemonat und zum Verkaufspreis in der DDR fehlen. Diese Hefte waren nachweislich für den Export nach Österreich bestimmt, wurden aber wahrscheinlich zum Teil auch an Redaktions- und Druckereimitarbeiter abgegeben.
  • Eine weitere Auflage des Heftes wurde ebenfalls auf holzfreiem Papier gedruckt, zeigt jedoch auf der Rückseite ein Westdeutschland-Impressum. Auch bei diesen Heften zeigt das Nummernoval auf der Titelseite bereits eine große Heftnummer, wodurch die Angaben zum Ausgabemonat und zum Verkaufspreis in der DDR fehlen. Diese Hefte waren nachweislich für den Export in die Bundesrepublik Deutschland und nach Westberlin bestimmt, wurden aber wahrscheinlich zum Teil auch an Redaktions- und Druckereimitarbeiter abgegeben.
  • Von diesem Heft erschien im Oktober 1966 eine finnische Export-Ausgabe auf weißem, holzfreiem Exportpapier.
  • 2010 wurden Motive aus dem Heft für den Modellbogen Byzantinischer Himmelsglobus genutzt (Bild 1).

[Bearbeiten] Externe Links

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