Der Fuchs und der Storch

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Die Fabel Der Fuchs und der Storch von Jean de La Fontaine nach einer Vorlage von Äsop ist eine indirekte Quelle für die Barock-Serie im Mosaik ab 1976.

Inhaltsverzeichnis

Text der Fabel

Eines Tages hatte der Fuchs den Storch zum Mittagessen eingeladen. Es gab nur eine Suppe, die der Fuchs seinem Gast auf einem Teller vorsetzte. Von dem flachen Teller aber konnte der Storch mit seinem langen Schnabel nichts aufnehmen. Der listige Fuchs indessen schlappte alles in einem Augenblick weg.

Der Storch sann auf Rache. Nach einiger Zeit lud er seinerseits den Fuchs zum Essen ein. Der immer hungrige Fuchs sagte freudig zu. Gierig stellte er sich zur abgemachten Stunde ein. Lieblich stieg ihm der Duft des Bratens in die Nase. Der Storch hatte das Fleisch aber in kleine Stücke geschnitten und brachte es auf den Tisch in einem Gefäß mit langem Halse und enger Öffnung. Er selbst konnte mit seinem Schnabel leicht hineinlangen. Aber die Schnauze des Fuchses passte nicht hinein. Er musste hungrig wieder abziehen. Beschämt, mit eingezogenem Schwanz und hängenden Ohren schlich er nach Hause.

Wer betrügt, muss sich auf Strafe gefasst machen.

Verarbeitung der Fabel

Die Springbrunnen im Labyrinth von Versailles wurden zwischen 1672 und 1681 nach Fabeln von La Fontaine und Äsop gestaltet, einer dieser Brunnen auch nach der Geschichte vom Fuchs und vom Storch. Diese Fontäne bildet einen Handlungsort in der Barock-Serie, ohne jedoch dass die Fabel weiteren Einfluss auf die Handlung hätte.

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In folgendem Mosaikheft sieht man Fuchs und Storch

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