Bernd Günther

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'''Bernd Günther''' (* 20.9.1944, † 3.12.2019) war ein deutscher Comiczeichner.
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'''Bernd Günther''' (* 20.9.1944 in Gaschwitz, † 3.12.2019 in [[Berlin]]) war ein deutscher Comiczeichner.
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Günther war gelernter Schriftsetzer und studierte später an der Kunsthochschule Burg Giebichenstein in [[Halle]]. Vor und nach seiner Comickarriere arbeitete er in einem Architekturbüro als Architekturzeichner. Zwischen 1979 und 1990 konnte er als freischaffender Comiczeichner tätig sein. Ein Schwerpunkt seiner Arbeiten bildeten die Titelgeschichten in der Jugendzeitschrift [[Atze]], die sich historischen und politischen Themen widmeten. Günther bestritt zeitlebens eine ideologische Reglementierung seiner Arbeit und verwies darauf, dass er sich lediglich an vorgegebene grobe Handlungsrahmen gehalten habe.
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Günther war gelernter Baumaschinist, Gebrauchsgrafiker und studierte später an der Kunsthochschule Burg Giebichenstein in [[Halle]]. Vor und nach seiner Comickarriere arbeitete er in einem Architekturbüro als Architekturzeichner. Zwischen 1980 und 1990 konnte er als freischaffender Comiczeichner tätig sein. Er bewarb sich auf eine Ausschreibung der [[Mosaikkollektiv|Mosaikredaktion]] im [[Verlag Junge Welt]], lehnte aber die ihm angebotene Festanstellung letztlich ab. Als Illustrator zeichnete er unter anderem für die Comicecke in der ''FÜR DICH'' (''Amalie setzt sich durch'', ''Melli und Motte'', ''5 x Müller'', ''Jenny''). Einen Schwerpunkt seiner Arbeiten bildeten die Titelgeschichten in der Jugendzeitschrift ''[[Atze]]'', die sich historischen und politischen Themen widmeten. Günther bestritt zeitlebens eine ideologische Reglementierung seiner Arbeit und verwies darauf, dass er sich lediglich an vorgegebene grobe Handlungsrahmen gehalten habe.
Zu den bekanntesten Geschichten aus der Atze gehören:
Zu den bekanntesten Geschichten aus der Atze gehören:
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* [[Likedeeler|Klaus Störtebeker]], 2 Teile, 1979
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* ''[[Likedeeler|Klaus Störtebeker]]'', 2 Teile, 1979
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* Kurier der Roten Feldpost, 2 Teile, 1980
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* ''Kurier der Roten Feldpost'', 2 Teile, 1980
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* [[Robin Hood]], 2 Teile, 1981  
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* ''[[Robin Hood]]'', 2 Teile, 1981  
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* Harz-Schützen, mehrteilig, 1982/83
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* ''Harz-Schützen'', mehrteilig, 1982/83
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* Die fliegenden Kisten von Adlershof, mehrteilig, 1983/84
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* ''Die fliegenden Kisten von Adlershof'', mehrteilig, 1983/84
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* Schwarza-Geschichten, mehrteilig, 1984/85
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* ''Schwarza-Geschichten'', mehrteilig, 1984/85
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* Die Feuertaufe, 2 Teile, 1989
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* ''Die Feuertaufe'', 2 Teile, 1989
== Verweise und Links ==
== Verweise und Links ==
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* Artikel im [[Mosa.X_8]]: ''Von Amalie Dietrich bis Jenny Marx - DDR-Bildgeschichten von Bernd Günther''
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* Ausführliches Porträt im [[Mosa.X_8]]: ''Von Amalie Dietrich bis Jenny Marx - DDR-Bildgeschichten von Bernd Günther'', inklusive Comicographie
* Artikel im [https://www.tagesspiegel.de/kultur/ddr-comics-fdj-fahnen-seh-ich-nicht/172336.html Berliner Tagesspiegel]
* Artikel im [https://www.tagesspiegel.de/kultur/ddr-comics-fdj-fahnen-seh-ich-nicht/172336.html Berliner Tagesspiegel]
* Nachruf im [https://www.comicforum.de/showthread.php?141943-Nachruf Comicforum]
* Nachruf im [https://www.comicforum.de/showthread.php?141943-Nachruf Comicforum]
[[Kategorie:Comiczeichner]]
[[Kategorie:Comiczeichner]]

Aktuelle Version vom 07:46, 3. Sep. 2021

Bernd Günther (* 20.9.1944 in Gaschwitz, † 3.12.2019 in Berlin) war ein deutscher Comiczeichner.

Günther war gelernter Baumaschinist, Gebrauchsgrafiker und studierte später an der Kunsthochschule Burg Giebichenstein in Halle. Vor und nach seiner Comickarriere arbeitete er in einem Architekturbüro als Architekturzeichner. Zwischen 1980 und 1990 konnte er als freischaffender Comiczeichner tätig sein. Er bewarb sich auf eine Ausschreibung der Mosaikredaktion im Verlag Junge Welt, lehnte aber die ihm angebotene Festanstellung letztlich ab. Als Illustrator zeichnete er unter anderem für die Comicecke in der FÜR DICH (Amalie setzt sich durch, Melli und Motte, 5 x Müller, Jenny). Einen Schwerpunkt seiner Arbeiten bildeten die Titelgeschichten in der Jugendzeitschrift Atze, die sich historischen und politischen Themen widmeten. Günther bestritt zeitlebens eine ideologische Reglementierung seiner Arbeit und verwies darauf, dass er sich lediglich an vorgegebene grobe Handlungsrahmen gehalten habe.

Zu den bekanntesten Geschichten aus der Atze gehören:

  • Klaus Störtebeker, 2 Teile, 1979
  • Kurier der Roten Feldpost, 2 Teile, 1980
  • Robin Hood, 2 Teile, 1981
  • Harz-Schützen, mehrteilig, 1982/83
  • Die fliegenden Kisten von Adlershof, mehrteilig, 1983/84
  • Schwarza-Geschichten, mehrteilig, 1984/85
  • Die Feuertaufe, 2 Teile, 1989

[Bearbeiten] Verweise und Links

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