Bäckermeister Ullrich

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In seinem Haus begutachtet Ullrich zusammen mit Rudolf die neu erworbenen Puppen. Es sind es noch siebzehn Stück, aber sie werden sich nicht einig, wer welchen Anteil bekommt. Ullrichs Frau wundert sich, warum sie sich um Spielzeug streiten. Ihr Gatte erklärt ihr, dass diese Zappizupps kein Spielzeug, sondern der größte Schatz des [[Orient]]s sind. Nachdem sich die Frau des Bäckers zur [[Schneiderin von Heppenstedt|Schneidermeisterin]] verabschiedet, erfährt auch das [[Damenkränzchen von Heppenstedt]] davon, obwohl der Bäcker dem Kaufmann das Gegenteil versichert.
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Nachdem die Abrafaxe das Wirtshaus verlassen, kommen Ullrich und seine Frau vorbei gelaufen. Ullrichs Frau hat ihm die Schatulle mit den Zappizupps weggenommen und wütend rennt er ihr hinterher. Als er die Abrafaxe entdeckt, bleibt er erst mal stehen und fragt, warum sie so glotzen. Kurz danach kommt die Frau des Bäckers mit einem Beutel Silberstücke zurück. Sie berichtet Ullrich, dass sie alle Zappizupps gewinnbringend für drei bis acht Silberlinge pro Stück verkauft hat. Der Bäckermeister umarmt sein Weib und hält das für das Geschäft des Jahres. Sie darf den Gewinn sogleich für einen lange ersehten Pelzmantel ausgeben.
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[[Bild: Stadtwache_Heppenstedt.jpg|right|frame|Am Ende wird Ullrich als Habenichts aus der Stadt gejagt]]
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Als die Bäckerin damit in der Backstube erscheint, berichtet sie unter Tränen von einem Unglück. In Heppenstedt bezahlt man inzwischen fünfzehn Silberstück für einen Zappizupp. Der Bäcker stellt fest, dass seine Frau alle Puppen praktisch verschenkt hat. Er fordert sie auf, sämtliche Ersparnisse zu holen, damit er die Zappizupps wieder zurückkaufen kann. Dabei bietet er 35 Silbermünzen pro Stück und bekommt sieben zurück. Im Wirtshaus möchte er vom [[Bürgermeister von Heppenstedt|Bürgermeister]] einen Kredit für weitere Geschäfte mit den Puppen. Aber nachdem der Bürgermeister ablehnt, bietet ihm der Kaufmann einen Beutel mit hundert Silberstücken. Allerdings verlangt er eine Unterschrift auf einem [[Vertrag zwischen Rudolf und Ullrich|vorbereiteten Vertrag]]. Als Sicherheit soll Ullrich ihm seine Backstube überschreiben und außerdem für eine Stunde die sieben Zappizupps ausleihen. Der Bäcker, der nicht des Lesens und Schreibens kundig ist, setzt seine drei Kreuze unter den Vertrag und hofft auf ein gutes Geschäft. Doch mit der [[Puppenkrise]] gerät das friedliche Zusammenleben in Heppenstedt in Gefahr. Nachdem der Bürgermeister schließlich alle Geschäfte mit Zappizupps verbietet, fordert der Kaufmann von Ullrich sein Geld zurück. Doch inzwischen ist er pleite, worauf Rudolf die Sicherheiten aus dem Vertrag einfordert. Ullrich verliert sein Haus an den Kaufmann und ohne seine Backstube ist er nun auch kein Meister mehr. Zusammen mit seiner Frau und völlig mittellos werden sie mit Schimpf und Schande aus der Stadt gejagt.
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Version vom 13:03, 28. Dez. 2008

Ullrich, der Bäckermeister
Die Figurine des Bäckermeisters mit Brabbelfax
(Ullrich wurde hier noch mit einem L geschrieben)

Der Bäckermeister Ullrich ist eine Figur in der Johanna-Serie. Er wurde von Andreas Pasda gezeichnet.

Ullrich und seine Frau betreiben in Heppenstedt eine Backstube. Der Meister Ullrich hat dort bis zum letzten Herbst die Magd Martha beschäftigt. Als sie dann für die schwere Arbeit zu alt war, jagte der hartherzige Meister sie einfach aus der Stadt hinaus und stellte einen Bäckergesellen ein.

Begegnung mit Martha

Als die Abrafaxe und Johanna mit Martha nach Heppenstedt kommen, treffen sie auf den Bäcker Ullrich. Er stellt die Alte zur Rede und fragt sie, was sie hier zu suchen habe. Martha berichtet, dass sie auf dem Markt von Heppenstedt ihre Puppen feilbieten und von dem Erlös bei ihm ein süßes Brot kaufen möchte. Er lässt sie gewähren, aber nur, wenn sie nicht bettelt.

Als es auf dem Markt Unruhe gibt, eilt der Bäcker sofort herbei und möchte wissen, was los ist. Man zeigt auf Martha, die angeblich die Kinder erschreckt. Der Bäcker bekommt einen Wutanfall und jagt sie abermals aus der Stadt, unterstützt von den Beschimpfungen der anderen Bürger. Dann sucht er gemeinsam mit dem Kaufmann Rudolf das Wirtshaus Zum halbtoten Spanferkel auf, wo sich die Abrafaxe bereits stärken. Er macht Rudolf auf die hässliche Puppe aufmerksam, die der Fremde sich von der Alten aufschwatzen ließ. Doch Abrax weist ihn darauf hin, dass es sich um einen wertvollen Zappizupp handelt. Brabax bestätigt seine Worte und ergänzt, dass sie diesen Zappizupp beim Kaiser von Konstantinopel erhalten haben. Nachdem sie auch noch eine Erklärung liefern, wie Martha zu diesen wertvollen Puppen kam, sind Ullrich und Rudolf von ihrer Geschichte überzeugt. Sie rennen der Alten hinterher, die bereits das Stadttor verlassen hat. Auf der Brücke vor der Stadt stoppen sie Martha, um von ihr zu erfahren, wo sie den Korb mit den Zappizupps gefunden hat. Als Martha behauptet, die Puppen selbst gemacht zu haben, glaubt Ullrich ihr kein Wort. Er will sofort alle neunzehn Puppen kaufen, aber Martha verlangt dafür neunzehn Eier. Da er ihr diesen stolzen Preis nicht bezahlen will, springt der Kaufmann schnell mit einem halben Silberstück ein und der Handel ist perfekt. Allerdings müssen sie noch an die beiden Torwächter einen Obolus zahlen, da diese sonst den ganzen Korb beschlagnahmt hätten.

Die Puppenkrise

In seinem Haus begutachtet Ullrich zusammen mit Rudolf die neu erworbenen Puppen. Es sind es noch siebzehn Stück, aber sie werden sich nicht einig, wer welchen Anteil bekommt. Ullrichs Frau wundert sich, warum sie sich um Spielzeug streiten. Ihr Gatte erklärt ihr, dass diese Zappizupps kein Spielzeug, sondern der größte Schatz des Orients sind. Nachdem sich die Frau des Bäckers zur Schneidermeisterin verabschiedet, erfährt auch das Damenkränzchen von Heppenstedt davon, obwohl der Bäcker dem Kaufmann das Gegenteil versichert.

Nachdem die Abrafaxe das Wirtshaus verlassen, kommen Ullrich und seine Frau vorbei gelaufen. Ullrichs Frau hat ihm die Schatulle mit den Zappizupps weggenommen und wütend rennt er ihr hinterher. Als er die Abrafaxe entdeckt, bleibt er erst mal stehen und fragt, warum sie so glotzen. Kurz danach kommt die Frau des Bäckers mit einem Beutel Silberstücke zurück. Sie berichtet Ullrich, dass sie alle Zappizupps gewinnbringend für drei bis acht Silberlinge pro Stück verkauft hat. Der Bäckermeister umarmt sein Weib und hält das für das Geschäft des Jahres. Sie darf den Gewinn sogleich für einen lange ersehten Pelzmantel ausgeben.

Am Ende wird Ullrich als Habenichts aus der Stadt gejagt

Als die Bäckerin damit in der Backstube erscheint, berichtet sie unter Tränen von einem Unglück. In Heppenstedt bezahlt man inzwischen fünfzehn Silberstück für einen Zappizupp. Der Bäcker stellt fest, dass seine Frau alle Puppen praktisch verschenkt hat. Er fordert sie auf, sämtliche Ersparnisse zu holen, damit er die Zappizupps wieder zurückkaufen kann. Dabei bietet er 35 Silbermünzen pro Stück und bekommt sieben zurück. Im Wirtshaus möchte er vom Bürgermeister einen Kredit für weitere Geschäfte mit den Puppen. Aber nachdem der Bürgermeister ablehnt, bietet ihm der Kaufmann einen Beutel mit hundert Silberstücken. Allerdings verlangt er eine Unterschrift auf einem vorbereiteten Vertrag. Als Sicherheit soll Ullrich ihm seine Backstube überschreiben und außerdem für eine Stunde die sieben Zappizupps ausleihen. Der Bäcker, der nicht des Lesens und Schreibens kundig ist, setzt seine drei Kreuze unter den Vertrag und hofft auf ein gutes Geschäft. Doch mit der Puppenkrise gerät das friedliche Zusammenleben in Heppenstedt in Gefahr. Nachdem der Bürgermeister schließlich alle Geschäfte mit Zappizupps verbietet, fordert der Kaufmann von Ullrich sein Geld zurück. Doch inzwischen ist er pleite, worauf Rudolf die Sicherheiten aus dem Vertrag einfordert. Ullrich verliert sein Haus an den Kaufmann und ohne seine Backstube ist er nun auch kein Meister mehr. Zusammen mit seiner Frau und völlig mittellos werden sie mit Schimpf und Schande aus der Stadt gejagt.

Auftritt in folgendem Mosaikheft

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