Mosaik 604 - Das Geheimlabor im Schloss

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Stammdaten
Titelbild Erschienen April 2026
Tb 604.jpg
Nachdruck noch nicht
Umfang 36 Seiten Comic
+ 16 Seiten Mittelteil
Panel 153 + Titelbild + Seite 2
Serie Liste aller Abrafaxe-Mosaiks
Hauptserie: Prag-Serie
Heft davor Gesandtschaft aus dem Morgenland
Heft danach noch keins

Comic[Bearbeiten]

Inhalt[Bearbeiten]

Erzähler: anonymer Erzähler
Die Abrafaxe sitzen mit Leo am Ufer der Moldau an der Steinernen Brücke und lassen sich das frische Brot schmecken. Abrax und Brabax haben bereits den ganzen Morgen Aaron Levashek in der Backstube geholfen, während sich Califax auf seinen Dienst in der Palastküche freut. Califax fällt ein, dass er noch gar nicht von seiner Begegnung mit Don Ferrando erzählt hat. Er ist im Verlies der Burg eingesperrt und glaubt, dass die Abrafaxe daran schuld sind. Califax hofft, dass er dort nicht mehr herauskommt, aber Brabax hat seine Zweifel. Da meldet Leo dem Fischer Svatopluk, dass ihm die Ratte und ihr Freud gerade einen Fisch gestohlen haben. Svatopluk berichtet gutgelaunt, dass sie ihn auch dafür bezahlt haben. Er zeigt ihnen eine Goldmünze, die Brabax kennt. Es ist ein Aureus aus der Zeit des Kaisers Trajan. Beinahe hätte Califax vergessen, dass er noch zum Rabbi Löw gehen wollte. Nur er kann herausfinden, was die Ratte ihm erzählen wollte. Brabax übernimmt die Aufgabe und Leo begleitet ihn zum Rabbi.
Kaiser Rudolf hat sich zur täglichen Fütterung an den Löwenhof begeben. Der Kammerdiener Philipp Lang überbringt ihm die Nachricht, dass der Goldmacher endlich eingetroffen sei und sich für die Arbeit im Labor einrichtet. Der Kaiser ist begeistert und belohnt den Kammerdiener für seine Bemühungen. Er darf heute den Löwen das erste Stück Fleisch zuwerfen. Dabei kommt es zu einem Zwischenfall mit Mauzi, der in die Löwengrube springt. Der Kaiser fordert die Wärter im Löwenhof zur Rettung von Mauzi auf. Die Wärter stürmen mit Lanzen in das Gehege und drängen die Löwen in die Ecke. Mauzi spricht den Löwen Mohamed an, dass er General der Katzenarmee sei, die in Prag die Macht erobern wird. Sie haben die Gelegenheit, sich ihnen anzuschließen. Die Wärter beschützen ihn, aber er kann sie wieder verschwinden lassen, erklärt Mauzi. Tatsächlich werden die Löwen in Ruhe gelassen, als er mit einem Korb verschwindet. Dann sei das Kätzchen wohl doch mächtig, glaubt der Löwe verwundert.
Der Kammerdiener eilt anschließend in den Pulverturm an der Burgmauer, wo Don Ferrando in das Labor der Goldmacher gebracht wurde. Verzweifelt versucht er, die Texte im Goldmacher-Büchlein zu verstehen, doch aus dem Unsinn er wird nicht schlau. Als Philipp Lang das Labor betritt, fordert er Don Ferrando auf, noch heute mit der Arbeit zu beginnen. Bereits am Abend wird der Kaiser erscheinen, um sich von seiner Kunst zu überzeugen. Zu seiner Unterstützung bittet der Don, dass sein Zellennachbar Auratus von Feuerbach dazukommt.
In der Palastküche erfährt Califax vom Meister Varetska, dass der Kaiser morgen Geburtstag hat. Eine Feier findet zwar nicht statt, doch bestimmt würde er sich über ein Dessert als kleine Überraschung freuen. Als der Koch erwähnt, dass der Kaiser am spanischen Hof aufgewachsen sei, will Califax sogleich Don Ferrando im Verlies besuchen. Vom Wächter Matyas erfährt er dann, dass sich die beiden Gefangenen inzwischen im Pulverturm befinden. Er übernimmt gleich dessen Aufgabe, ihnen das Mittagessen in das Labor im Pulverturm zu bringen.
Brabax und Leo berichten inzwischen Rabbi Löw, dass sich Califax Sorgen um die Ratte macht. Leider kann er sie nicht verstehen und deshalb fragt Brabax den Rabbi, ob er mit Tieren sprechen kann. Das könnte er tun, aber er sei gerade sehr beschäftigt. Der Rabbi holt ein Papyrus hervor, das einen Text in einer sehr alten Sprache enthält. Leo soll mit dem Vorhang das Fenster verdunkeln und er notiert den Text in althebräischer Schrift auf ein Blatt Papier. Diesen Zettel sollen sie Califax geben. Er muss ihn in einer Schale aus Ton verbrennen und sich die Asche hinter die Ohren streichen. Leo will Califax den Zettel übergeben und ihm alles berichten. Brabax kann nicht glauben, dass es funktionieren wird.
Im Pulverturm reicht Califax dem verwunderten Don Ferrando das Mittagessen durch die Luke ins Labor. Dabei bittet er ihn um ein Rezept für ein spanisches Dessert, worauf der Don etwas Gold bis zum nächsten Glockenschlag verlangt. Meister Varetska spendiert einen halben Dukaten, mit dem Califax vom Don das Rezept für Yemas de Santa Teresa bekommt. Sogleich beginnt Califax in der Palastküche mit der Zubereitung des Desserts. Als er fertig ist, will niemand die Yemas dem Kaiser servieren. Der kaiserlich Leibkoch glaubt, dass Califax ihn damit in Unglück stürzt. So überbringt Califax selbst die Überraschung und fragt den Kaiser, ob er es erkennt. Tatsächlich erinnert seine Majestät sich, dass er die Yemas als Kind geliebt hat. Er lässt Meister Varetska rufen und verleiht ihm den Orden, den er Mauzi gerade abgenommen hat, weil der Kater von den Yemas nascht.
Am Abend begibt sich der Kaiser mit dem Kammerdiener zu Don Ferrando ins Labor. An dessen gutem Benehmen erkennt er sofort, dass er ein Spanier ist. Mit seinem Gehilfen Auratus kann er vortäuschen, Gold herzustellen, das aus dem eingeschmolzenen halben Dukaten stammt. Der Kaiser ist beeindruckt und möchte mehr Gold von ihm haben. Don Ferrando erklärt, dass er dafür Fledermausohren benötigt, die er selbst bis morgen früh besorgen will. Doch der Kammerdiener rät dem Kaiser ab, denn jemand könnte den Goldmacher entführen. Der Kaiser gibt ihm Recht, das sei zu riskant. Der Don besteht auf Fledermausohren, ohne die es nicht gelingen wird. Darum werde er sich selbst kümmern, meint Philipp Lang.
Im Hof vor der Bäckerei sehen sich derweil die Abrafaxe den geheimnisvollen Zettel des Rabbi an. Wie er ihnen aufgetragen hat, wird der Zettel in einer Schale aus Ton verbrannt und Califax streicht sich die Asche hinter die Ohren. Die Ratte erzählt ihm von der Rattenkönigin, doch Califax versteht kein Wort. Während sich die Abrafaxe zum Abendessen in die Backstube begeben, will Leo es noch probieren. Er reibt sich die Asche hinter die Ohren und versteht dann, was die Ratte zu ihm sagt. Er kann es kaum fassen, dass sie ihm guten Appetit gewünscht hat. Jetzt will er mit den Fledermäusen im Rathausturm sprechen.

Figuren[Bearbeiten]

Bemerkungen[Bearbeiten]

  • erwähnte Orte: Prag, Moldau, Hradschin, Lokal Zur Schwarzen Katze, Karlsbrücke (als Steinerne Brücke), Spanien, Rathausturm, Verlies, Pulverturm an der Burgmauer, Palastküche
  • Das Heft trägt den Untertitel: „Abenteuer in der goldenen Stadt“.
  • Währungen: Dukaten, Aureus
  • Kein Wunder, dass Don Ferrando partout nicht schlau wird aus seinem vermeintlichen Goldmacher-Ratgeber. Das Buch trägt den lateinischen Titel Maximus Stupidus ("Höchst dumm" oder "Größter Dummer").
  • Im Geheimlabor befinden sich drei aus Nr. 153 (MvHH) bekannte Gegenstände auf dem Regal (S. 12/13). In der Nähe des Krokodils steht passenderweise das Buch Tod auf dem Nil von Agatha Christie, in dessen Verfilmung von 2022 ein Krokodil eine Rolle spielt.
  • Der Marienkäfer beobachtet Don Ferrando (S. 17).
  • Rabbi Löw hat ein Buch mit dem Titel J. Löw – wohl eine Anspielung auf seinen Namensvetter, den ehemaligen Fußball-Bundestrainer Jogi Löw. Außerdem besitzt er einen Krimi, ein Buch über Esoterik und Homers Odyssee (Seite 35) und ein Buch 7 Siegel (Seite 36), das auf ein biblisches Motiv anspielt (Offenb 5).
  • In Don Ferrandos Labor wimmelt es von Büchern mit Goldbezug, so Wie Gold?, Oro (spanisch für "Gold"), Aurum (Latein für "Gold") sowie Goldfinger, eine James-Bond-Episode mit Gert Fröbe als Bösewicht Goldfinger.

Redaktioneller Teil[Bearbeiten]

Mitarbeiter[Bearbeiten]

Weitere Besonderheiten[Bearbeiten]

  • Im Newsletter 675 wurde das Heft beworben.
  • Mit Hilfe der App MOSAIK Magic konnte man sich mit seinem Smartphone oder Tablet auf folgenden Seiten Hintergrundinformationen anzeigen lassen:
Seite Info
1 Coverentwurf
03 die Karlsbrücke
07 der Löwenhof
11 der Pulverturm
23 der Davidstern

Externe Links[Bearbeiten]