Großfürst Konstantin
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Der Großfürst Konstantin aus der Familie Romanow-Holstein-Gottorp ist eine Figur in der Erfinder-Serie des Mosaik von Hannes Hegen, sowie in der Fanfiction-Geschichte Das Unterwasserkonzert.
Konstantin ist der jüngere Bruder des russischen Zaren Alexanders II. Er ist der Oberbefehlshaber der Marine und bekleidet den Rang eines Großadmirals. Konstantin verfügt über ein profundes Wissen zu Marineangelegenheiten, Seekriegsführung und Kriegsschiffen sowie zu technischen Details derselben.
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[Bearbeiten] Auftritt in der Erfinder-Serie
Der Großadmiral Konstantin hat als Oberbefehlshaber der russischen Marine alle Offiziere, sowie Wilhelm Bauer zum Admiralitätsball eingeladen. Doch der Ball endet plötzlich, als ein Bote die Festgäste über den Eisgang auf der Newa informiert. Alle Gäste stürzen aus dem Saal und eilen zur Newabrücke, wo der Kahn mit dem Tauchboot führerlos auf die Brücke zutreibt.
Der Admiral fragt einen Sergeanten, wo Leutnant Orbanski sei. Der Sergeant erklärt, dass der Leutnant spurlos verschwunden sei. Wahrscheinlich sei er ertrunken. Da taucht Orbanski plötzlich im Neptun-Kostüm auf und erstattet dem Admiral Meldung. Während die Digedags nun erst erkennen, dass Treskow ihn verwechselt hat, lässt der Admiral ihn abführen und einsperren. Anschließend überwacht er die Rettung des Tauchbootes und gibt den vielen Helfern das Kommando zum kräftigen Seilziehen an die Kaimauer.
[Bearbeiten] Verweis zur Figurine
Die Figurine der Figur wurde 1963/64 von Edith Hegenbarth gezeichnet und ist im Archiv des ZFL vorhanden: kolorierte Bleistiftzeichnung "Admirale vor dem Ball"
[Bearbeiten] Auftritt in der Fangeschichte
Im Auftrag des Zaren und des Großfürsten wird im März 1855 der Kapitän Pjotr Alexejewitsch Strogoff nach Kiel gesandt, um die Dienste von Wilhelm Bauer für Russland zu sichern. Bauers U-Boot - der Brandtaucher - ist die letzte Hoffnung der Russen zur Abwehr der englischen und französischen Blockadeflotten, die während des Krimkrieges die Häfen Russlands eingeschlossen haben. Nachdem Bauer in Sankt Petersburg seine Pläne für ein verbessertes Tauchboot vorgestellt hat, ist es maßgeblich der zustimmenden Begutachtung Konstantins zu verdanken, dass der Zar an Wilhelm Bauer den Bauauftrag erteilt.
Während des Baus des Brandtauchers ist auch der Großfürst ab und an zu Besuch auf der Werft. Er sorgt dafür, dass Bauer, seine Techniker und die Werftarbeiter mit besserer Ausrüstung versorgt werden. Er ist einer der prominenten Ehrengäste beim Stapellauf des Seeteufels sowie später bei dessen großer Paradefahrt anlässlich der Krönungsfeierlichkeiten des Zaren.
[Bearbeiten] Reales Vorbild
Konstantin Nikolajewitsch Romanow (1827-1892) war wie sein älterer Bruder Alexander ein Sohn des russischen Zaren Nikolaus I. Als Alexander nach dem Tod des Vaters 1855 als Alexander II. neuer Zar von Russland wurde, erhielt Konstantin den Oberbefehl über die russische Marine. Dazu war er besonders durch die Marineausbildung geeignet, die er als normaler Seekadett erhalten hatte. Später wurde Konstantin Vizekönig von Polen und anschließend Regierungspräsident in Russland. Er starb an den Spätfolgen eines 1889 erlittenen Schlaganfalls.
Die auf der Figurine beruhende Darstellung im MOSAIK präsentiert den Großfürsten und Großadmiral viel zu alt, zählte er doch zum Handlungszeitpunkt erst 28 Jahre. Selbige "Altersdiskriminierung" erfuhr bereits Großadmiral Erzherzog Maximilian, der jüngere Bruder von Kaiser Franz Joseph I. ein paar Hefte zuvor (vielleicht passt die Darstellung mit ergrautem Vollbart besser zu einem Seeoffizier). Demgegenüber folgt die Darstellung in der Fanfiction dem realen Alter Konstantins.
- Großfürst Konstantin in der Wikipedia
[Bearbeiten] Auftritt in folgenden Publikationen
Mosaik von Hannes Hegen: 90/25 Fanfiction: Das Unterwasserkonzert (Teil 1), Das Unterwasserkonzert (Teil 2)

