Stern von Bethlehem

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Der Stern von Bethlehem ist dem Neuen Testament zufolge eine himmlische Erscheinung, die die Geburt Christi angekündet hat. Er wird im Onepager - Es war einmal... erwähnt. Dabei reiten die Abrafaxe vor fast "zweitausend Jahren" in Verkleidung phönizischer Kaufleute in sternklarer Nacht in Richtung Bethlehem. Auch ein Mitglied des Kinderchores auf dem Weihnachtsmarkt an der Gedächtniskirche hält symbolisch einen Stern von Bethlehem vor sich her.

Inhaltsverzeichnis

Der Stern von Bethlehem im Matthäus-Evangelium

2,1: Da Jesus geboren war zu Bethlehem im jüdischen Lande,
zur Zeit des Königs Herodes,
siehe, da kamen die Weisen vom Morgenland nach Jerusalem und sprachen:

2,2: Wo ist der neugeborene König der Juden?
Wir haben seinen Stern gesehen im Morgenland
und sind gekommen, ihn anzubeten.

2,3: Da das der König Herodes hörte, erschrak er
und mit ihm das ganze Jerusalem.

2,4: Und ließ versammeln alle Hohenpriester und Schriftgelehrten unter dem Volk
und erforschte von ihnen, wo Christus sollte geboren werden.

2,5: Und sie sagten ihm:
Zu Bethlehem im jüdischen Lande;
denn also steht geschrieben durch den Propheten:

2,6: "Und du Bethlehem im jüdischen Lande
bist mitnichten die kleinste unter den Fürsten Juda's;
denn aus dir soll mir kommen der Herzog,
der über mein Volk Israel ein HERR sei."

2,7: Da berief Herodes die Weisen
heimlich und erlernte mit Fleiß von ihnen,
wann der Stern erschienen wäre,

2,8: und wies sie gen Bethlehem und sprach:
Ziehet hin und forschet fleißig nach dem Kindlein;
wenn ihr's findet, so sagt mir's wieder, daß ich auch komme und es anbete.

2,9: Als sie nun den König gehört hatten, zogen sie hin.
Und siehe, der Stern, den sie im Morgenland gesehen hatten, ging vor ihnen hin,
bis daß er kam und stand oben über, da das Kindlein war.

2,10: Da sie den Stern sahen, wurden sie hoch erfreut
2,11: und gingen in das Haus und fanden das Kindlein mit Maria, seiner Mutter,
und fielen nieder und beteten es an
und taten ihre Schätze auf und schenkten ihm Gold, Weihrauch und Myrrhe.

2,12: Und Gott befahl ihnen im Traum,
daß sie sich nicht sollten wieder zu Herodes lenken;
und sie zogen durch einen anderen Weg wieder in ihr Land.

Der Stern von Bethlehem als astronomisches Ereignis?

Anbetung der Heiligen Drei Könige in der Cappella degli Scrovegni in (Padua)

Der Stern von Bethlehem gehört, wie die Weisen aus dem Morgenland selbst und praktisch die gesamte restliche biblische Überlieferung über die Geburt Jesu Christi, zur Heilsgeschichte. Allerdings beschreibt nur der Evangelist Matthäus dieses Motiv. Lukas erwähnt den Stern nicht, und die anderen beiden Evangelien bieten überhaupt keine Geburtsgeschichten. Abgesehen von der im ganzen Altertum verbreiteten Vorstellung, dass die Geburt eines Helden von einem aufgehenden Stern oder einer anderen bemerkenswerten Himmelserscheinung begleitet wird, hat der Stern von Bethlehem bei Matthäus eine ganz spezifische religiöse Funktion: Er soll die Prophezeiung des Bileam aus dem Alten Testament - "Ein Stern geht in Jakob auf, ein Zepter erhebt sich in Israel" (Numeri 24,17) - erfüllen. Diese Passage wurde als Ankündigung des (jüdischen) Messias betrachtet, weshalb z.B. später der Anführer des zweiten jüdischen Aufstands gegen Rom, Simeon ben Kosiba, den Beinamen Bar Kochba trug - "Sohn des Sterns".

Dessen ungeachtet wurde seit der Renaissance immer wieder versucht, eine reale Himmelserscheinung jener Zeit mit dem Stern von Bethlehem zu verknüpfen. Die am häufigsten genannten sind:

  • eine große Konjunktion der Planeten Jupiter und Saturn im Jahre 7 v.u.Z.
  • eine Kometenhypothese um 5 v.u.Z. und
  • eine Supernova-Hypothese um das Jahr 2 v.u.Z.

Bereits der Astronom Johannes Kepler hatte kurz nach einer Konjunktion von Jupiter und Saturn unweit dieser Position eine „Nova“ aufleuchten sehen, was ihn dazu veranlasste, eine solche Konjunktion zu errechnen. Diese Konjunktion sollte aber nicht der Weihnachtsstern, sondern der Auslöser zur Geburt desselben sein. Bis zum berühmten Gemälde von Giotto di Bondone, Anbetung der Heiligen Drei Könige in der Cappella degli Scrovegni (Padua), ist keine Krippendarstellung mit Schweifstern bekannt (Giotto hatte übrigens vorher 1301 den berühmten Halleyschen Kometen gesehen). Außerdem galten Kometen bis dahin, allein wegen ihrer Unvorhersehbarkeit, als Unglücksbringer. Erst der Astronom Edmond Halley konnte für den später nach ihm benannten Kometen ein Wiedererscheinen voraussagen.

Der Stern von Bethlehem ist in folgenden Onepagern zu sehen

Onepager: Es war einmal..., Es weihnachtet sehr

Literatur und Externe Links

  • Dieter B. Herrmann: Der Stern von Bethlehem, paetec Gesellschaft für Bildung und Technik mbH, Berlin 1997
  • Geza Vermes: Die Geburt Jesu. Geschichte und Legende, Darmstadt 2007, S. 82ff.
  • Matthäus-Evangelium in der Lutherbibel
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