Modehaus Kostümistokles

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Das Modehaus Kostümistokles ist ein Geschäft in der Runkel-Serie des Mosaik von Hannes Hegen.

Der Kanzler von Byzanz will die Kaiserbraut Suleika verschwinden lassen, damit Kaiser Andronikos II. stattdessen die Favoritin der Grünen, Irene von Thessalonien, heiraten muss. Die Digedags in ihrer Verkleidung als Prinzen von Makkaronien schlagen ihm einen Plan zur unauffälligen Entführung Suleikas vor, angelehnt an die (angebliche) Entführung von Prinzessin Terrina bei ihnen zu Hause in Makkaronien. So sollen sich die Teufelsbrüder - wie damals vorgeblich Prinz Spaghetti von Nudelonien und seine Begleiter - als Vertreterinnen eines Modehauses verkleiden und Suleika unter dem Vorwand des Brautkleidkaufs aus dem Palast führen. Die Räuber sind mit diesem Plan natürlich sehr einverstanden, denn so kommen sie dem Lösegeld für die Prinzessin wieder näher und können beim Kanzler für ihre Dienstleistung sogar doppelt abkassieren. In Wirklichkeit sollen sie natürlich ebenso übertölpelt werden, wie sie zuvor die Wächter Suleikas zu übertölpeln haben.

Der Plan wird also umgesetzt, und die Teufelsbrüder erschleichen sich mit einem gefälschten Beglaubigungsschreiben des Modehauses Kostümistokles Zugang zum Brautgemach. Zwar spielen sie ihre Rolle als Modedamen zunächst ganz vorzüglich, doch haben sie den - zugegebenermaßen komplizierten - Namen ihrer vorgeblichen Boutique vergessen. Bogumil selbst ist völlig aufgeschmissen, Tigerhai vermutet "Kommistokles" und Enterhaken-Ali schlägt "Kostet-mich-ein-Klecks" vor. Als dann auch noch Krakenzahn den Mechanismus eines der goldenen Bäume unbeabsichtigt in Gang setzt und ein goldener Vogel Tigerhai ins Ohr pickt, fliegt die Maskerade endgültig auf. Die Teufelsbrüder lassen nun ihre Tarnung fallen und entführen Suleika mit Gewalt und Geschrei.

Wortspiele

Der Name Kostümistokles ist natürlich ein Wortspiel mit dem Kostüm, ist aber zugleich angelehnt an den antiken Athener Feldherrn Themistokles, den Sieger der Schlacht von Salamis in den Perserkriegen. Die beiden Vorschläge von Tigerhai und Enterhaken-Ali wiederum sind nun Wortspiele mit dem Wortspiel: Kommistokles spielt mit dem Begriff Kommiß bzw. in heutiger Schreibweise Kommiss, einer saloppen Bezeichnung für den MIlitärdienst (vgl. General Kommissos). Kostet-mich-ein-Klecks schließlich ist selbsterklärend, wobei das von Ali verballhornte Wortglied -kles, das man auch in Namen wie Herakles, Perikles und Sophokles sowie Kleon, Kleopatra und Kleopatros findet, die Bedeutung "Ruhm" hat.

Es ist davon auszugehen, dass sich die Digedags bzw. der Kanzler das Modehaus nicht ausgedacht haben, sondern dass es im MOSAIK tatsächlich existiert. Die Gefahr, dass der Obereunuch im Gemach der Kaiserbraut bei einem komplett erfundenen Firmennamen misstrauisch werden könnte und die "Damen" deshalb nicht einlässt, wäre wohl zu groß.

Das Modehaus Kostümistokles wird in folgendem Mosaikheft erwähnt

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