Mosaik von Hannes Hegen 91 - Das Konzert unter Wasser
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Zur Navigation springenZur Suche springen| Stammdaten | ||
| Titelbild | Erschienen | Januar 2026 |
| Nachdruck in | - | |
| Umfang | 24 Seiten | |
| Panel | 80 + Cover | |
| Katalog | - | |
| Serie | Liste aller Digedags-Hefte | |
| Hauptserie: Erfinder-Serie | ||
| Kapitel: Treskow-Meinrath-Kapitel | ||
| Heft davor | Das Duell an der Newa | |
| Heft danach | Das Turnier zu Venedig | |
Comic[Bearbeiten]
Inhalt[Bearbeiten]
- Nachdem das dramatische Duell an der Newa in letzter Sekunde durch die Digedags verhindert werden konnte, feiern Major von Treskow und Oberst Meinrath im St. Petersburger Nobelrestaurant Stenka Rasin ihre neu gewonnene Freundschaft. Während Dig und Dag den Diplomaten eine offizielle Einladung zur großen Flottenparade in Kronstadt überbringen, werden sie jedoch misstrauisch beäugt: Ihr Kellner, Ossip Ossipowitsch, ist in Wahrheit ein Agent des Geheimdienstes.
- Ossip belauscht das Gespräch über den geplanten Treffpunkt in der Festung Kronstadt und wittert sofort eine Spionageverschwörung. Vor lauter Eifer ist er beim Flambieren einer „karelischen Eiderente“ so unaufmerksam, dass der Servierwagen in Flammen aufgeht. Der Versuch, das Feuer mit hochprozentigem Wodka zu löschen, endet in einer lautstarken Explosion. Als sich Treskow beim Geschäftsführer über den Vorfall beschwert, kann Ossip seine Entlassung nur verhindern, indem er sich als Geheimdienstler ausweist. Er erstattet seinem Vorgesetzten, dem Geheimdienstchef von St. Petersburg, umgehend Bericht über die vermeintlichen „Spione“ Treskow und Meinrath.
- Der Geheimdienstchef setzt nun alles daran, die Diplomaten zu überwachen. Auf dem Newski-Prospekt tarnen sich zwei Agenten als Straßenkehrer direkt gegenüber den Botschaften von Preußen und Österreich. Als Dig und Dag sich mit kleinen Handflaggen aus dem Fenster Signale über die Straße hinweg geben, halten die Beschatter dies für einen Geheimcode. Die Situation eskaliert jedoch, als echte Straßenkehrer auftauchen, um ihr Revier zu verteidigen – es kommt zu einer Schlägerei, aus der die Agenten sichtlich ramponiert hervorgehen.
- Um ihr Versagen zu decken, lügen die Agenten ihren Chef an und behaupten, Meinrath und Treskow hätten die Straßenkehrer gegen sie aufgehetzt. Die Beschattung wird daraufhin verschärft. Als Oberst Meinrath in einer Kunsthandlung ein Gemälde der Festung Kronstadt erwirbt, schlagen die Agenten brutal zu: Sie fangen ihn ab und zerfetzen das Bild auf der Suche nach versteckten Plänen. Schließlich wird den beiden Diplomaten unter dem Vorwurf der Spionage offiziell untersagt, Kronstadt zu betreten.
- Die Digedags lassen sich davon nicht beirren und schlagen vor, mit Wilhelm Bauers Tauchboot „Seeteufel“ heimlich nach Kronstadt zu gelangen. Im Hafen angekommen, muss Bauer jedoch feststellen, dass der Dampfer, der ihn schleppen sollte, auf Befehl des Geheimdienstes ohne ihn abgereist ist. Kurzerhand entscheiden sie sich zur Eigeninitiative: Unter Bauers Kommando übernehmen Meinrath und Treskow die Treträder, während Dig und Dag die Pumpen bedienen. Das Tauchboot legt ab, gerade als die Agenten des Geheimdienstes schreiend am Kai eintreffen.
- In Kronstadt herrscht derweil Verwirrung. Eine Militärkapelle hat den absurden Befehl erhalten, „um halb elf unter Wasser“ zu spielen. Aus Angst vor Strafe marschieren die Musiker spielend vom Kai direkt ins Meer. In diesem Moment taucht der „Seeteufel“ direkt unter ihnen auf, und die Kapelle findet sich plötzlich musizierend auf dem Rücken des Tauchboots wieder.
- Großadmiral Konstantin, der von den Intrigen des Geheimdienstchefs nichts ahnt, begrüßt Bauer verwundert. Doch als die Digedags und die Diplomaten entdeckt werden, greifen als Marinesoldaten verkleidete Spitzel ein. Der Admiral lässt sich von der Spionagehysterie anstecken und lässt die vier in das Festungsverlies von Kronstadt werfen. Bauer hingegen wird zum kaiserlichen Marine-Ingenieur im Range eines Majors befördert und soll mit den Spitzeln als neue Crew und der Kapelle das erste offizielle Unterwasserkonzert an Bord des Tauchboots geben. Während unter Wasser ein ohrenbetäubendes Konzert stattfindet, gelingt den Gefangenen die Flucht: Dank Treskows und Meinraths exzellenter Kenntnisse der Festungspläne finden sie einen geheimen Gang, der direkt ins Meer führt.
- Bauer sammelt die vier Flüchtlinge mit dem Tauchboot wieder ein. Zurück im Hafen von St. Petersburg ist die Lage jedoch endgültig festgefahren: Der Geheimdienstchef erwartet sie bereits und verweist sie unter Drohungen des Landes. Treskow und Meinrath reichen ihre Abschiedsgesuche ein – die Zeit in Russland endet für die Digedags, und neue Abenteuer in einer anderen Zeit warten.
Figuren[Bearbeiten]
- Digedags: Dig, Dag
- Erfinder: Wilhelm Bauer
- Preußen: Major von Treskow
- Österreicher: Oberst Meinrath
- Russen: Ossip Ossipowitsch, Geschäftsführer vom Stenka Rasin, St. Petersburger Geheimdienstchef, Agenten der Geheimpolizei, Straßenkehrer vom Newski-Prospekt, Kunsthändler in St. Petersburg, Militärkapelle in Kronstadt, Wachhabender Offizier in Kronstadt, Großadmiral Konstantin, Petersburger Bürger, Matrosen
- Erwähnt: Admiral Napier, Alexander II., sowie inschriftlich: Stenka Rasin, Peter der Große
- Tiere: diverse Fische, Möwen, Katze, Hunde, Mäuse, Seestern, Spinnen
Bemerkungen[Bearbeiten]
- Erwähnte Orte: St. Petersburg, Kronstadt, Moskau, Paris, Österreich, Preußen, Eremitage (nur Rückseite), Venedig (nur Rückseite), Dom von San Marco (nur Rückseite)
- Erwähnte Gewässer: Newa, Ostsee, Finnischer Meerbusen
- Im Heft findet man mehrfach Wörter in kyrillischer Schrift: "Stenka Rasin" (S. 2 und 5), "Wodka 78%" (S. 4), "Antiquariat" (S. 9), "Peter I., der Große" (S. 11), "Weihnachten 1855" (S. 22).
- Im Lokal hängt - natürlich! - ein Porträt des Kosakenführers Stenka Rasin an der Wand (S. 2).
- Im Antiquariat hängt ein Bild von einem Schiff an der Wand, das an den Blockadebrecher aus Heft 208 erinnert (S. 9).
- Im Antiquariat hängt ein Bild einer Figurine eines Offiziers vom Admiralitätsball von Edith Hegenbarth an der Wand (S. 9).
- Auf der Rückseite im Eremitage betrachten die Digedags die Illustration MS. Bodley 264 auf 218r.
- Auf der Rückseite kündigen die Digedags den Beginn der Runkel-Serie im nächsten Heft an.
- Im Exposé Heft 91 wird beschrieben, dass anstatt der Flucht aus dem Festungsverlies (S. 22) es ursprünglich geplant war, dass Prinz Wilhelm von Preußen die Gefangenen befreit. Seine Figur wurde aber im finalen Manuskript vollständig aus der Handlung gestrichen.
Mitarbeiter[Bearbeiten]
- Herausgeber: Henning Krowiasch, René Brecht
- Texte: Lothar Dräger, Hannes Hegen
- Figurinen: Edith Hegenbarth
- Zeichnungen: Ulf S. Graupner, Steffen Jähde
- Kolorierung: Ulf S. Graupner, Steffen Jähde
Weitere Besonderheiten[Bearbeiten]
- Das Heft beruht auf einem im Nachlass von Hannes Hegen gefundenen Manuskript.
- Das Heft kostete 15 €, obwohl auf dem Titel "60 Pf." angegeben war.
- Das Heft erschien anläßlich des 70. Geburtstages von Mosaik am 23. Dezember 2025.
- Das Sonderheft wurde im Newsletter 665 mit Bestellmöglichkeit im MOSAIK-Spezialshop angekündigt.
