Mosaik 600 - Die Stadt der Geheimnisse

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Stammdaten
Titelbild Erschienen Dezember 2025
Nachdruck noch nicht
Umfang 36 Seiten Comic
+ 16 Seiten Mittelteil
Panel 153 + Titelbild + Rückseite
Serie Liste aller Abrafaxe-Mosaiks
Hauptserie: Prag-Serie
Heft davor Der Fels in der Brandung
Heft danach noch keins

Inhaltsverzeichnis

[Bearbeiten] Comic

[Bearbeiten] Inhalt

Erzähler: anonymer Erzähler
Durch einen Zeitsprung sind die Abrafaxe im Jahr 1600 in der bömischen Hauptstadt Prag gelandet. Hungrig irren sie nachts durch die Gassen der Altstadt.
Auf der anderen Seite der Moldau ist Kaiser Rudolf II. in der Prager Burg erwacht und ruft mit der Glocke nach seinem Diener Červenka. Er soll Anton Barvitius zu ihm bringen und einen starken Wein. Als der Gerufene erscheint, wundert sich der Kaiser, wer ihm den Wein bringt. Es ist der Neffe des Bubna, erklärt Anton Barvitius. Der Bubna fiel in der letzten Woche vom Pferd und brach sich ein Bein. Ja, richtig, bestätigt der Kaiser ein und trinkt hastig den Wein aus. Dann erklärt er Anton, dass er die Marmorstatue der Göttin Venus, die ihm angeboten wurde, unbedingt haben muss. Dass sie ein Vermögen kosten soll, interessiere ihn nicht. Das Geld muss aufgetrieben werden, verlangt der Kaiser.
Die Abrafaxe treffen den Waisenjungen Leo und bitten ihn, sie in ein Gasthaus zu führen. Er erklärt ihnen, dass sie sich hier im jüdischen Viertel befinden, wo alle Tore bis zum Morgen verschlossen sind. Gasthäuser haben sie hier nicht und deshalb führt er sie in die Backstube von Aaron Levashek. Der Bäcker ist wenig erfreut, als er hört, dass die Abrafaxe ohne Geld gekommen sind. Weil er dann die Ratte erblickt, will er sie nicht in seiner Backstube dulden. Brabax wirft sich schützend auf ihren Begleiter und bekommt einen Schlag mit der Holzkelle ab. Das tut dem Bäcker leid und er will es gleich wiedergutmachen. Während sich die Abrafaxe das duftende Challot schmecken lassen, erzählen sie ihm von ihren Reiseerlebnissen.
Am Morgen soll Leo einen Korb Matze ins Gasthaus Zum roten Schwan bringen. Doch Leo ist mit Mordechai Maisel verabredet und so übernehmen Abrax und Califax die Aufgabe. Die Wirtin vom Roten Schwan hält sie erst für Bettler, doch sie zeigen ihr den Brotkorb vom Bäcker. Nun schickt die Wirtin sie zu den Sarazenen, die eine Treppe höher ein Gästezimmer belegt haben. Abrax begrüßt die Gäste mit einem höflichen "Salam Aleikum" und sie werden ebenso höflich mit "Wa alaikum assalam" herein gebeten. Die Gesandten laden sie zum gemeinsamen Frühstück ein und da die Abrafaxe sich mit den Sitten des Orients gut auskennen, nehmen sie die Einladung gern an. Dabei erfahren sie, dass der Dey von Algier die Gesandtschaft geschickt habe, um dem Kaiser Rudolf einem Brief zu überbringen.
Inzwischen sieht sich Brabax etwas in der Stadt um und begegnet Johannes Kepler, den sein Kutscher an der falschen Stelle abgesetzt hat. Er fragt Brabax, ob er hier im Burgviertel sei. Ein Trödler antwortet ihm aus seinem Laden, dass er sich auf die andere Seite der Moldau begeben muss. Dann verkauft ihm der Trödler einen Karren und Kepler kann Brabax als Karrenschieber für sein Gepäck engagieren. Brabax ist nämlich sehr daran interessiert, den berühmten Hofastronomen Tycho Brahe kennenzulernen, dessen Haus Kepler aufsucht. Brabax bittet darum, dass er dem Hofastronomen zu einem späteren Zeitpunkt vorgestellt wird.
Als Abrax und Califax das Gasthaus Zum roten Schwan nach dem Frühstück verlassen, begegnen sie Herrn Lang von Langenfels. Califax schickt ihn gleich zu den Gesandten, die ihn hocherfreut begrüßen. Der Kammerdiener seiner Majestät wundert sich, weil er eigentlich mit dem spanischen Gesandten Don Ferrando verabredet war. Als der Don aus dem Fenster schaut, sieht er die Abrafaxe und glaubt an eine Täuschung. Kurz darauf treffen sich alle drei Abrafaxe an der Rathausuhr. Brabax verkündet, dass er den berühmten Hofastromomen Tycho Brahe kennenlernen wird. Nun will Brabax sie zu einem Essen einladen, doch der Wirt vom Goldenen Adler weist sie ab. Sie sollen besser die Schwarze Katze aufsuchen, die passe besser zu ihrem Geldbeutel.
Vor dem Gasthaus kommt Abrax einem jungen Mann zu Hilfe, der von sieben Angreifern mit dem Degen bedrängt wird. Der Kämpfer stellt sich dann als Albrecht von Waldstein vor und begibt sich mit ihnen in das Gasthaus, das nach Fischsuppe riecht. Der Wirt der Schwarzen Katze hat leckere Hechtsuppe zu bieten, die Califax sogleich bestellt. Ihr neuer Bekannter erzählt ihnen, dass er nach Italien gehen will, um das Kriegshandwerk zu erlernen und ein großer Feldherr zu werden.
Auf dem Heimweg zur Backstube treffen die Abrafaxe Leo wieder. Er berichtet, dass er bei Modechai Maisel war, ihrem Gemeindevorsteher und dem reichsten Mann der Welt. Doch was der reichste Mann wollte, mag Leo nicht erzählen. Schließlich bekommt Brabax heraus, dass er Leo in die Schule schicken will. Der Junge will sich dort nicht einsperren lassen und läuft ihnen davon.
Da kommt Rabbi Löw zur Backstube und meint, dass der Junge recht klug sei und es eines Tages verstehen wird. Zum Bäcker sagt er, dass in seiner Backstube etwas nicht in Ordnung sei. Er erblickt die Ratte und macht ihr klar, dass sie nach den Gesetzen seines Volkes dort nichts zu suchen habe. Califax wundert sich, dass er mit der Ratte reden kann. Während sich die Abrafaxe nun von dem anstrengenden Tag erholen und ausschlafen, sitzt der Kaiser mit seinen zwei Ratgebern auf der Burg zusammen und überlegt, wie sie an eine neue Geldquelle kommen.

[Bearbeiten] Figuren

[Bearbeiten] Bemerkungen

  • erwähnte Orte: Prag, Moldau, Gasthaus Zum roten Schwan, Algier, Uraniborg, Kleinseite, Hahnenkammgasse, Augsburg, Hermanitz, Elbe, Italien, Gasthaus Zur Schwarzen Katze, Hradschin
  • Der Hefttitel ist nur auf Seite 2 und der Rückseite zu sehen.
  • Währungen: Taler, Groschen, Kreuzer, Heller, Silbermünzen, Pfennig
  • Lona Rietschel und Lothar Dräger schauen Brabax und Kepler aus einem Prager Fenster zu. Über ihnen ist auf einem Banner zu lesen: 50 let mozaiky (S. 14).
  • Vor dem Trödlerladen steht eine Büste von Jörg Reuter, zudem hat der Trödler einen Teddybären, einen Korb mit Golem-Figuren sowie einen Jubelkranz mit einer 600 im Angebot (S. 14).
  • Brabax stellt sich Kepler als "Abenteurer und Privatgelehrter" vor (S. 15).
  • Ohne es zu ahnen, vermasselt Califax den Termin von Don Ferrando – der später zurecht die Abrafaxe als Schuldige vermutet, aber trotzdem ausschließt (S. 35).
  • Auf Don Ferrandos Tisch stapeln sich einige Bücher aus seiner alten Bibliothek, darunter Der perfekte Mord und das Betrugslexikon (S. 36).
  • Der Marienkäfer bekommt einen Schreck, als Abrax einen Degen fängt (S. 39).
  • Krane transportieren Paletten mit Baumaterial (S. 40).
  • Die Ratte hat den schwarzen Kater verletzt, aber auch gleich erste Hilfe geleistet (Pflaster) (S. 41).
  • Noch während des Austragens wechselt ein Fisch von einer Fischsuppe in die andere (S. 44).
  • Mit seiner Reaktion auf Leos Schulphobie persifliert Brabax wieder einmal Louis de Funès im Film Camouflage - Hasch mich, ich bin der Mörder: "Nein!" - "Doch!" - "Oh ..." (S. 46).
  • Der Dey von Algier ist bereits im redaktionellen Teil von SB 17 erwähnt worden (dort im Zusammenhang mit dem Sklavenhandel).

[Bearbeiten] Redaktioneller Teil

[Bearbeiten] Mitarbeiter

[Bearbeiten] Weitere Besonderheiten

  • Mit Hilfe der App MOSAIK Magic konnte man sich mit seinem Smartphone oder Tablet auf folgenden Seiten Hintergrundinformationen anzeigen lassen:
Seite Info
1 Coverentwürfe
04 Rudolf II.
10 Challa und Matze
14 Nanu, wen haben wir denn da?
18 Die Hahnenkammgasse
28 Lieblings-MOSAIK Dezember
37 die Prager Rathausuhr

[Bearbeiten] Externe Links

Persönliche Werkzeuge