Circus Tingel

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Ein Wanderzirkus anno 1850

Der Circus Tingel ist ein Schauplatz aus der Erfinder-Serie im Mosaik von Hannes Hegen.

Inhaltsverzeichnis

[Bearbeiten] Rolle im Mosaik

Der Zirkus firmiert als "große Tier- und Völkerschau". Es handelt sich um einen Wanderzirkus, der im Winter 1850/51 an der deutschen Ostseeküste unterwegs ist. Aktueller Spielort ist die Stadt Kappeln.

Im Schleswig-Holsteinischen Krieg will der dänische Admiral Nils Nilsen den Zirkus aufsuchen, um zwei Eskimos für eine Eiswasser-Sabotage-Schwimmaktion gegen den deutschen Brandtaucher zu engagieren. Die Digedags kommen dem Admiral jedoch zuvor und bestechen den Zirkusdirektor mit einer großen Summe Geldes, damit dieser dem Dänen keine echten Eskimos, sondern die beiden verkleideten Digedags andrehen soll. Das Unternehmen gelingt, und tatsächlich zieht der Admiral mit den "Kalt- und Unterwasserschwimmern" Diglu und Daglu davon.

[Bearbeiten] Personal, Tiere, Dressuren

Namentlich bekannt ist nur der Direktor, Taddäus Tingel. Da der Direktor mit seiner Peitsche zu sehen ist, kann geschlussfolgert werden, dass Tingel selbst die große Raubtierdressur vorführt, vor welcher er zu sehen ist. Zu letzterer gehören mindestens fünf Löwen ("Bei uns sind sogar die Löwen echt"). Außerdem reitet der Direktor ein Pferdchen, so dass er möglicherweise auch an der Hohen Schule beteiligt ist. Insgesamt sind mindestens zwei Pferde zu sehen.

An Tieren besitzt der Zirkus außerdem einen Elefanten und, zumindest laut Plakat, eine Giraffe. Eine weitere Show-Nummer ist ein Clown, welcher mit einem dressierten Bären herumläuft. Außerdem gibt es einen Messerwerfer; dieser ist zu sehen, als er gerade mit seinem Gegenpart - einem möglicherweise echten Indianer - seine Nummer übt.

Die Bezeichnung "Völkerschau" glaubt der Zirkus offenbar zu verdienen, da zum Personal einigermaßen exotische Figuren gehören. Neben dem erwähnten Indianer betrifft dies vor allem eine Gruppe Eskimos, derer mindestens vier im Zirkus zu sehen sind. Außerdem spricht der Direktor von den "chinesischsten Chinesen" und den "feurigsten Feuerländern", die er verpflichtet habe. Die letzteren beiden Gruppen sind aber nicht im Bild zu sehen.

[Bearbeiten] Name

Der Zirkus ist nach seinem Chef Taddäus Tingel benannt. Dies ist gleichzeitig ein sprechender Name, der auf das Herumtingeln (wandern) des Wanderzirkusses anspielt.

[Bearbeiten] Unstimmigkeit

Bis mindestens zur Mitte des 20. Jahrhunderts waren alle Zirkusse, welche nicht über eine feste und dauerhafte Spielstätte verfügten, darauf angewiesen, bei Wintereinbruch ein Winterquartier zu beziehen. Niemals würde ein Wanderzirkus im Dezember noch auf Tournee sein, schon gar nicht an der eisigen Ostseeküste.

[Bearbeiten] Tingelt in folgendem Heft herum

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