Mosaik 213 - Besuch beim Kaiser

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Stammdaten
Titelbild Erschienen September 1993
Nachdruck in Sammelband 54 - Der Hexenprozess
Umfang 40 Seiten
Panel 135 + Titelbild
Katalog 1.01.213
Serie Liste aller Abrafaxe-Mosaiks
Hauptserie: Mittelalter-Serie
Kapitel: Lübeck-Serie
Heft davor Neuland unterm Bug
Heft danach Hetzels Hexenhatz

Inhaltsverzeichnis

[Bearbeiten] Comic

[Bearbeiten] Inhalt

Erzähler: anonymer Erzähler
Die Abrafaxe haben sich entschieden, nicht länger bei den Wikingern zu verweilen. Trotz des Risikos wagen sie erneut einen Zeitsprung durch Handauflegen…und landen tatsächlich wieder in Lübeck. Doch als wären sie nie geflohen, sitzen sie im Gefängnis der Stadt und erfahren von einem Mitgefangenen, dass inzwischen einige Jahre vergangen sind.
Man schreibt das Jahr 1181. Ein Bote des Kaisers gibt im Rathaus von Lübeck den Sturz Heinrichs des Löwen und die Belagerung durch kaiserliche Truppen bekannt. Die dem Fürsten treue Stadt soll sich ergeben und den Truppen des Kaisers die Stadttore öffnen, sonst würde sie bis auf die Grundmauern zerstört. Die Ratsherren geraten in Streit: Ergibt sich die Stadt, würde man den Treueeid, den man einst schwor, brechen und ehrlos weiter existieren. Würde man dem gestürzten Fürsten treu bleiben, wäre Lübeck dem Untergang geweiht. Heinrich der Löwe selbst müsste die Stadt von dem Eid befreien, doch dafür müsste Kaiser Barbarossa wiederum etwas Zeit gewähren. Da erinnert sich einer der Ratsherren an drei Gesandte des Kaisers, die man einige Jahre zuvor auf Befehl des Fürsten Heinrich gefangen nahm. Tatsächlich befinden sich die drei noch im Gefängnis und so bittet man die Abrafaxe, beim Kaiser ein gutes Wort für Lübeck einzulegen. Nach anfänglicher Weigerung erklären sich die drei bereit, die Gesandtschaft zu begleiten. Tatsächlich gewährt ihnen der Kaiser die Zeit und so macht man sich auf den Weg nach Stade, wohin sich der gestürzte Löwe zurückgezogen hat. Der gebrochene Fürst erlaubt die Übergabe der Stadt und so macht man sich siegessicher auf den Rückweg.
Kurz vor den Toren der Stadt begegnen sie einem alten Bekannten der Abrafaxe: Graf Wackerstein ist ein enger Berater des Kaisers und nimmt den Lübeckern die Illusion, der Kaiser würde ihnen die gleichen Privilegien gestatten wie Fürst Heinrich. Verzweifelt kehren die Lübecker in die Stadt zurück. Doch die Abrafaxe wollen noch nicht aufgeben. Sie begeben sich in das kaiserliche Lager vor den Stadttoren. Dort will man sie natürlich nicht vorlassen, doch Brabax gelingt es schließlich, in das Zelt Barbarossas vorzudringen. Er berichtet von der Situation Lübecks und der Wichtigkeit der Städte für das Reich, die der Kaiser bisher nicht wahrgenommen hatte. Dann verschwindet Brabax wieder und sorgt im Lager für Chaos, welches ihm wiederum die Möglichkeit gibt, den festgenommenen Abrax zu befreien.
Am folgenden Morgen empfängt der Kaiser die Gesandten der Stadt und gewährt ihnen die bisherigen Privilegien. Die Tore Lübecks werden geöffnet und Barbarossa erlebt einen triumphalen Einzug in die Stadt. Die Abrafaxe verlassen Lübeck und machen sich auf den Weg zur Burg Schleifstein.

[Bearbeiten] Figuren

[Bearbeiten] Bemerkungen

  • Erwähnte Orte: Venedig
  • Gleich als Einstieg findet auf Seite 3 der bisher dritte Handauflege-Zeitsprung statt, hier auch wieder mit einer gravierenden Ortsveränderung verbunden.
  • Die Handlung setzt an einer anderen Stelle als in Heft 210 wieder ein, die Abrafaxe befinden sich laut den Lübeckern schon eine längere Zeit im Gefängnis, was irgendwie unlogisch ist, da sie ja eigentlich fliehen konnten.
  • Brabax hat auch nicht richtig zugehört. Der andere Gefangene antwortet auf die Frage, wo und in welchem Jahr sie sich gerade befinden: "... Lübeck im Jahre des Herrn 1180 ..." Gleich im nächsten Panel meint dann Brabax "... 1181 in Lübeck, interessant ..." (S. 4)
  • Eine tolle Draufsicht auf das belagerte mittelalterliche Lübeck findet sich auf S. 10/11.
  • Einer der seltenen Rechtschreibfehler im MOSAIK: "Weißheit" statt "Weisheit" (S. 14).
  • Wie in Heft 207 trägt Abrax auf S. 28 plötzlich und unvermittelt ein Schwert.
  • Brabax hält sich an folgende Ritterregel: "Wenn links und rechts die Feinde drängen, muß man sich durch die Mitte zwängen..." und bedauert es sogleich. (S. 31)
  • Einen Kaiser in Unterhosen sieht man auch nicht oft. (Titelbild + S. 32 - 34)
  • Das letzte Mal zeigt man in diesem Heft Barbarossas Gegenspieler Heinrich den Löwen; seine Frau Mathilde war jedoch im MOSAIK nie zu sehen. Einzig im Abrafaxe-Skatspiel taucht sie als Pik-Dame auf.
  • Auf Seite 37 hat Irmtraut Winkler-Wittig einen Großteil des damaligen Mosaikkollektivs unter die jubelnden Lübecker gezeichnet: Lona Rietschel, Joachim Arfert, Brigitte Lehmann, Ingrid Behm, Maja Berg, Jens U. Schubert und sich selbst.

[Bearbeiten] Redaktioneller Teil

  • Werbung für PEZ
  • Großes Preisrätsel
  • Oh heinrich, mir graut's vor dir... - Das Ende der Macht Heinrichs des Löwen
  • Mittelalter live
  • Brabax' Lesetips
  • Weltkindertag
  • Leserpost
  • Über die Schulter geschaut: Jens U. Schubert

[Bearbeiten] Mitarbeiter

[Bearbeiten] Weitere Besonderheiten

Postkarte im Kioskheft - Die Abrafaxe mit Barbarossa
  • Dem Heft lag eine Werbebroschüre von Lego-System bei.
  • Nur in den Kioskheften waren Klappkarten mit Abo-Bestellkarte und einer Postkarte eingeheftet, auf der die Abrafaxe mit Kaiser Barbarossa zu sehen sind (Bild rechts).
  • Von diesem Heft erschien 2010 eine limitierte ungarische Ausgabe beim Budapester Verlag Ratius (Bild 1).

[Bearbeiten] Externe Links

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