Bestattungsfeierlichkeiten für Echnaton

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Der Bestattungszug mit der Mumie von Echnaton, der von seiner Familie und seinen Anhängern begleitet wird.

Die Bestattungsfeierlichkeiten für Echnaton sind ein Ereignis des Sibylla-Kapitels.

Nach dem Tod von Echnaton vergehen neunzig Tage, statt siebzig wie vor der Aton-Revolution, in denen sein Leichnam mumifiziert und für die Bestattung vorbereitet wird. In dieser Zeit hat seine Witwe Nofretete die Herrschaft über Ägypten übernommen. Nach Echnatons Tod beginnt es jedoch zu rumoren, die Anhänger des Amun wittern wieder Morgenluft und scharen sich um ihren "Götterboten" Skrotonos, der sich im Wüstenfort einen Stützpunkt errichtet hat.

In dieser Situation finden nun die Bestattungsfeierlichkeiten für Echnaton statt, die das letzte große Ereignis sein werden, das die Anhänger Atons und Echnatons feiern können. Die Mumie des Pharaos liegt in ihrem goldenen Sarkophag auf einem von zwei heiligen Stieren gezogenen Schlitten. Vorneweg schreiten der Wesir, einige Offizielle und zwei Standartenträger. Flankiert wird er von Nofretete, Tutanchaton, Echnatons Töchtern und einer Nebenfrau mit einem Säugling. Hinter dem Schrein mit dem Sarkophag folgen bezahlte Klageweiber, die sich laut jammernd die Kleider vom Leib reißen und das Ende des geliebten Herrschers beweinen, schließlich folgen die Träger mit der Grabausstattung. Sie bringen einen Thronsessel, Hocker, Truhen, Krüge, ein Bett, eine Harfe, Obst und weitere Dinge für das Leben im Jenseits.

Der Zug wird von einer großen Menschenmenge beobachtet, wovon einige erkennbar ergriffen sind. Unter den Zuschauern findet man Jadu und weitere Atonpriester, einige Gardisten, Sibylla und die Abrafaxe. Auffällig ist jedoch, dass einige hohe Höflinge abwesend sind (wie der Leser weiß, sind dies genau diejenigen, die mit Skrotonos paktieren).

Man bringt die sterblichen Überreste Echnatons auf eine Barke im Nil, wo sie vom Aton-Oberpriester schon erwartet werden. Nach einer kurzen Fahrt auf dem Fluss geht der Zug wieder an Land und Echnaton und seine Grabausstattung werden in sein schon lange vorbereitetes Felsgrab im Osten Achetatons gebracht, wo er die ewige Ruhe finden soll.

Doch schon am nächsten Tag rückt Skrotonos mit seinen Truppen kampflos in die Hauptstadt ein und ergreift die Macht. Nofretete muss fliehen.

[Bearbeiten] Spätere Entwicklung

Die Anführer von Echnatons Begräbniszug (der glatzköpige ist sein Wesir)
vergleichbare Szene der Begräbnisprozession von Tutanchamun (Malerei in dessen Grab)

Echnatons Aton-Religion brachte auch eine völlige Veränderung der Bestattungsbräuche. Statt im "schönen Westen", wie bisher, werden die Gräber unter Echnaton in die Felsen östlich des Nils geschlagen. Denn dort, wo die Sonnenscheibe Aton aufgeht, dort befindet sich auch der rechte Platz für die Verstorbenen, um an der täglichen Schöpfung teilzunehmen und wiederbelebt zu werden.

Nach der Restauration des alten Götterglaubens sind diese Gräber jedoch nicht mehr der richtige Platz für die ewige Ruhe. Viele der schon angelegten Gräber für die hohen Beamten werden niemals belegt. Das Grab der königlichen Familie, in dem außer Echnaton auch einige seiner frühverstorbenen Töchter ihre vorläufige Ruhe fanden, wird geplündert; Darstellungen Echnatons sowie seine Namen werden ausgehackt. Lange rätselte man in der Fachwelt, ob unter diesen Umständen Echnatons Mumie überhaupt erhalten blieb. Jüngste Forschungen legen aber nahe, dass der Tote im rätselhaften Grab KV55 mit hoher Wahrscheinlichkeit Echnaton ist. Demnach hat vermutlich Tutanchamun die Umbettung seines Vaters in ein Grab in unmittelbarer Nähe seiner eigenen Grabstätte im Tal der Könige veranlasst, um ihn einerseits zu schützen und anderseits nach den kanonischen Vorschriften ordnungsgemäß zu bestatten.

[Bearbeiten] In folgendem Heft finden die Bestattungsfeierlichkeiten für Echnaton statt

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